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Wahre Größe: Der „Mathematik-Roboter“

Der sogenannte „Mathematik-Roboter“ berechnete neun-dimensionale Gleichungssysteme. Sein Erfinder war Dr. John B. Wilbur, Lehrbeauftragter für Bauingenieurwesen am Massachusetts Institute of Technology, USA. Er baute die Maschine im Jahr 1936, um beispielsweise Rechenprobleme beim Bau von Hochhäusern schneller und zuverlässiger zu lösen. Der Rechner wog eine Tonne und bestand aus mehr als 13.000 Teilen. Die Gleichungen löste er sekundenschnell.

Die Maschine auf dem Photo ist ein japanisches Modell aus dem Jahr 1944. Sie ist einer der ersten großen Rechenmaschinen des Landes. Sie ist Wilburs Rechner sehr ähnlich, und heute das einzige noch erhaltene Exemplar.

Ein neun-dimensionales Gleichungssystem ist eine Reihe von neun linearen Gleichungen mit einem bekannten Wert und neun unbekannten Werten. Die Maschinen zur Lösung von neun-dimensionalen Gleichungssystemen bestanden aus Messingstäben mit variablen Winkeln, die an Stahlscheiben befestigt waren. Der Winkel stellte einen unbekannten Wert dar, und die Länge des an der Riemenscheibe des Stabes befestigten Stahlbandes stellte eine Gleichung dar. Durch Verschieben des Balkens und Lesen der Bandlänge konnte die Lösung der Gleichungen gefunden werden.

 

 

 

 

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