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Zeit ist das, was man an der Uhr abliest – auch in der Kutsche

Kutschreisen waren im 18. Jahrhundert Luxus, aber dennoch eine holprige Angelegenheit. Nicht jede Uhr zeigte sich dem Auf und Ab über Stock und Stein gewachsen. Abhilfe verschaffte die Kutschenuhr: Massiv gebaut und in einem Schutzdeckel geborgen, funktionierte ihr Uhrwerk zuverlässig.

Auch für den Reiter unterwegs waren Taschenuhren mit massivem Schutzdeckel geeignet. Da sie mitunter am Sattel befestigt wurden, um unterwegs die Zeit ablesen zu können, nannte man diese Uhren auch „Satteluhr“. In England gibt es die Bezeichnung „Offiziersuhr“, da insbesondere Offiziere der Armee unterwegs eine Uhr mit sich führten.

Satteluhr von 1765

Das Bild zeigt links ein Uhr aus der zweiten Hälte des 18. Jahrhunderts (Augsburg, Joan Geo Brod) und rechts eine Uhr vom Ende des 18. Jahrhunderts (Schweiz, Robert et Courvoisier). Im Vergleich sieht man den technischen und handwerklichen Fortschritt, der zwischen den Herstellungsjahren gemacht wurde, schon an der Eleganz der schweizer Uhr.

 

Wer im Gasthof nicht verschlafen wollte, konnte einen Reisewecker mitsichführen. Das Modell auf dem Foto unten stammt aus dem Jahr 1785.

 

 

Die handwerkliche Leistung der Uhrmacher ist beachtlich. Die Messwerkzeuge wurden in Werkstätten wie diesen (Bild unten) hergestellt.

 

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